Thorupstrand fiskekutter

Was verbirgt sich hinter dem”Jammer”

Foto: VisitJammerbugten

Die Jammerbucht ist ein offenes Gewässer im Skagerrak und zieht sich ca. 100 km entlang der dänischen Westküste und ist Teil der Nordsee. 

Die traditionelle nordjütländische Fischereikultur hat deutliche Spuren in eben dieser Region hinterlassen und sie geprägt, daher auch der Name, über den man hier mehr lesen kann.

Die Legende sagt:

Wenn die Stürme über die Nordsee fegen, suchten die Schiffe auf dem Meer Schutz in der Jammerbucht. Die Bewohner der Bucht, angeführt vom Børglum Bischof Stygge Krumpen, ritten dann mit Pferden, denen eine Laterne unter den Bauch gebunden war, an den Strand. Erblickten die Besatzungen der Schiffe auf dem offenen Meer diese Lichter, glaubten sie, es seien andere Schiffe, die weiter in der Bucht Schutz gesuchten hatten und es deshalb sicher sei, weiter in Richtung Küste zu fahren. Sobald die Schiffe dann strandeten, waren die Küstenbewohner klar, um die Seeleute zu überfallen und auszuplündern. Jammer und Geschrei wurden laut und verliehen der Bucht ihren historischen Namen.

Im Laufe der Jahre geschahen viele Schiffbrüche und Untergänge in dem barschen Gewässer.

Die Rettungsstationen in Blokhus und Slettestrand sind Zeitzeugen dieser Epoche. Es war eine ehrenhafte und gefährliche Arbeit zu den Rettungskräften zu zählen, aber die vielen Schiffsbrüchigen, die gerettet wurden, sprechen ihre eigene Sprache für den Einsatz und die Bemühungen der Lebensretter unter den damaligen Bedingungen.

Heutzutage ist es nicht mehr der Jammer, der diese schöne Bucht kennzeichnet sondern herrlich weiße Sandstrände und ein reges Leben an der Küste